Domiciliation von Unternehmen in der Schweiz: Welche buchhalterischen Verpflichtungen gibt es?

Die Firmendomizilierung in der Schweiz zieht viele Unternehmer und Unternehmen an, und das ist kein Zufall. Mit ihrer weltweit anerkannten wirtschaftlichen Stabilität und ihrer einzigartigen rechtlichen Flexibilität bietet die Schweiz einen idealen Rahmen, um sein Geschäft zu entwickeln und zu prosperieren. Bevor Sie jedoch mit der Gründung oder Domizilierung eines Unternehmens in der Schweiz beginnen, ist es entscheidend, die damit verbundenen Buchhaltungspflichten genau zu verstehen. Tatsächlich ist die Einhaltung dieser Regeln unerlässlich, um eine tadellose finanzielle Transparenz zu gewährleisten und den strengen schweizerischen Normen zu entsprechen. Dies mag komplex erscheinen, ist jedoch der Schlüssel, um eine einwandfreie Finanzverwaltung sicherzustellen und die Vorteile einer Domizilierung in der Schweiz voll auszuschöpfen. Dieser Artikel wird Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten buchhalterischen Anforderungen führen, um Ihnen alle Werkzeuge an die Hand zu geben, um auf diesem dynamischen und wettbewerbsintensiven Markt erfolgreich zu sein.

Die Buchhaltungspflichten in der Schweiz für ansässige Unternehmen

In der Schweiz erfordert die Domicilierung eines Unternehmens die Einhaltung mehrerer Regeln im Bereich der Buchführung. Die schweizerische Gesetzgebung verlangt, dass Unternehmen eine ordnungsgemäße Buchhaltung führen und gesetzeskonforme Finanzberichte vorlegen. Diese buchhalterischen Verpflichtungen variieren je nach Unternehmensgröße, Rechtsform und Umsatz, haben jedoch alle das Ziel, finanzielle Transparenz zu gewährleisten. Ein gutes Verständnis dieser Anforderungen ist entscheidend für jedes Unternehmen, das auf dem Schweizer Markt tätig sein möchte, da dies nicht nur die Einhaltung der Gesetzgebung ermöglicht, sondern auch das Vertrauen von Geschäftspartnern und Investoren stärkt.

Buchhaltungsdokument für ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen, begleitet von Taschenrechnern und Finanzunterlagen.

Führung der ordnungsgemäßen Buchhaltung

Die erste buchhalterische Verpflichtung für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ist die Führung einer regulären Buchhaltung. Das bedeutet, dass jedes Unternehmen systematisch und chronologisch alle finanziellen Transaktionen aufzeichnen muss, die es durchführt, einschließlich der Einnahmen, Ausgaben und Zahlungsströme. Diese Daten müssen in Buchhaltungsbüchern festgehalten werden, wie dem Journal, dem Hauptbuch und dem Inventarbuch.

Die Buchhaltung muss die finanzielle Lage des Unternehmens getreu widerspiegeln, um eine solide Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen zu bieten. Das schweizerische Recht verlangt, dass diese Bücher so geführt werden, dass sie leicht einsehbar sind und die Nachvollziehbarkeit der Informationen gewährleistet ist. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die steuerlichen Prüfungen unterliegen oder solche, die vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Finanz- und Bankpartnern sichern möchten. Die Einhaltung dieser Anforderung ist entscheidend, um die finanzielle Gesundheit des Unternehmens zu demonstrieren, insbesondere bei Audits oder um Finanzierungen zu erhalten.

Erstellung des Jahresabschlusses

Unternehmen mit Sitz in der Schweiz müssen ebenfalls jedes Jahr Jahresabschlüsse erstellen, die die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und einen erläuternden Anhang umfassen. Diese Dokumente ermöglichen es, ein klares Bild der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens am Ende jedes Geschäftsjahres zu präsentieren. Die Bilanz spiegelt die finanzielle Position des Unternehmens wider, indem sie seine Aktiva, Passiva und sein Eigenkapital darstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt hingegen die Leistungen des Unternehmens, indem sie die Einnahmen und Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum angibt.

Der Anhang ist ein ergänzendes Dokument, das zusätzliche Informationen über die Rechnungslegungsmethoden und die wesentlichen Elemente der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung liefert. Für kleine Unternehmen kann die Darstellung dieses Anhangs vereinfacht werden, aber er bleibt für Unternehmen, die bestimmte Schwellenwerte in Bezug auf den Umsatz oder die Anzahl der Mitarbeiter überschreiten, verpflichtend. Die Einhaltung dieser Verpflichtung gewährleistet die finanzielle Transparenz des Unternehmens und beruhigt die Investoren und Geschäftspartner hinsichtlich seiner Verwaltung.

Einhaltung der schweizerischen Rechnungslegungsstandards

Die Domicilierung eines Unternehmens in der Schweiz erfordert auch die Einhaltung der schweizerischen Rechnungslegungsnormen wie dem Obligationenrecht (OR). Dieses Gesetz legt die Grundregeln für die Führung der Buchhaltung und die Erstellung der Jahresabschlüsse fest. Unternehmen können sich auch dafür entscheiden, internationale Rechnungslegungsstandards wie die IFRS (International Financial Reporting Standards) oder die Swiss GAAP FER zu übernehmen, wenn sie ihre finanzielle Transparenz verbessern möchten, insbesondere um ausländische Investoren anzuziehen.

Die Anwendung dieser Rechnungslegungsstandards gewährleistet die Vergleichbarkeit der Finanzberichte mit denen anderer Unternehmen und erleichtert so den Zugang zu den Finanzmärkten und Bankkrediten. Die Einhaltung dieser Standards ist besonders wichtig für börsennotierte Unternehmen oder große Unternehmen, die internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten. Die Übernahme international anerkannter Standards kann einen echten Wettbewerbsvorteil für Unternehmen darstellen, die über die Schweizer Grenzen hinaus expandieren möchten.

Archivierung von Buchhaltungsunterlagen

Die schweizerische Gesetzgebung verpflichtet Unternehmen ebenfalls, alle ihre Buchhaltungsunterlagen für mindestens 10 Jahre aufzubewahren. Diese Archivierung betrifft nicht nur die Bücher, sondern auch die Belege wie Rechnungen, Quittungen, Verträge und Kontoauszüge. Die Einhaltung der Aufbewahrungsfrist gewährleistet die Nachvollziehbarkeit der Vorgänge und die Konformität bei Steuerprüfungen oder Audits.

Die Archivierung kann in Papierform oder elektronisch erfolgen, vorausgesetzt, dass die Dokumente so aufbewahrt werden, dass ihre Integrität und Lesbarkeit über die Zeit gewährleistet ist. Die elektronische Archivierung muss sicher durchgeführt werden, um Datenverluste zu verhindern. Für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ist eine effiziente Verwaltung dieser Archivierung unerlässlich, um Sanktionen zu vermeiden und eine transparente und zuverlässige Verwaltung ihrer Aktivitäten zu gewährleisten.

Rechnungslegungsspezifika für Unternehmen je nach Größe

In der Schweiz variieren die Buchführungspflichten je nach Unternehmensgröße. Kleine Unternehmen profitieren von bestimmten Erleichterungen, um ihre Verwaltungsaufgaben zu vereinfachen, während sich große Gesellschaften an strengere Anforderungen halten müssen, um eine erhöhte Transparenz zu gewährleisten. Diese Differenzierung ermöglicht es, die Fähigkeiten jedes Unternehmenstyps zu berücksichtigen und gleichzeitig ein hohes Maß an Rechnungslegungszuverlässigkeit aufrechtzuerhalten.

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Vereinfachte Buchführung für kleine Unternehmen

Unternehmen, die im Sinne der schweizerischen Gesetzgebung als klein gelten, das heißt, die zwei der folgenden drei Kriterien nicht überschreiten (ein jährlicher Umsatz von 500’000 CHF, eine Bilanzsumme von 250’000 CHF oder weniger als 10 Mitarbeiter), können sich für eine vereinfachte Buchführung entscheiden. Diese Option besteht darin, eine Buchführung basierend auf Einnahmen und Ausgaben zu führen und einen vereinfachten Bericht über Einnahmen und Ausgaben zu erstellen.

Die vereinfachte Buchführung ermöglicht es kleinen Unternehmen, die administrativen Belastungen erheblich zu reduzieren, was ihnen mehr Flexibilität gibt, sich auf ihr Wachstum und ihre strategischen Ziele zu konzentrieren. Dennoch müssen auch bei dieser Vereinfachung kleine Unternehmen einen Jahresabschluss erstellen, um ihre Vermögenslage zu bewerten und eine gewisse Transparenz gegenüber Partnern und Steuerbehörden zu gewährleisten. Dieser vereinfachte Ansatz ist besonders vorteilhaft für Startups und junge Unternehmen, da er ihnen ermöglicht, sich auf ihre Entwicklung zu konzentrieren, ohne von komplexen administrativen Anforderungen überwältigt zu werden.

Darüber hinaus müssen diese Unternehmen auch darauf achten, die Belege ihrer Transaktionen, wie Rechnungen und Kontoauszüge, aufzubewahren, um den Erwartungen der Schweizer Steuerbehörden gerecht zu werden. Denn selbst bei einem vereinfachten Regime bleibt die Bedeutung der Nachvollziehbarkeit von Transaktionen von größter Wichtigkeit. Dies gewährleistet ein Mindestmaß an Transparenz und bereitet die Unternehmen auf mögliche Steuerprüfungen vor.

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Erhöhte Anforderungen für Großunternehmen

Größere Unternehmen, die zwei der drei gesetzlich festgelegten Kriterien überschreiten (zum Beispiel ein Umsatz von über 500’000 CHF, eine Bilanzsumme von mehr als 250’000 CHF oder mehr als 10 Mitarbeiter), unterliegen strengeren Buchhaltungspflichten. Diese Gesellschaften müssen beispielsweise Konzernabschlüsse erstellen, wenn sie Tochtergesellschaften kontrollieren. Dies ermöglicht eine Gesamtübersicht über ihre finanzielle Lage und vermittelt ein getreues Bild der wirtschaftlichen Gesundheit des gesamten Konzerns.

Für diese Unternehmen müssen die konsolidierten Abschlüsse gemäß spezifischen Standards wie den IFRS oder den Swiss GAAP FER erstellt werden, je nach den Erwartungen der Investoren und der Finanzmärkte. Große Unternehmen müssen zudem eine detaillierte Buchführung führen, in der alle Transaktionen chronologisch und kategorisiert erfasst werden, was eine umfassende Sicht auf ihre wirtschaftliche Tätigkeit ermöglicht. Diese Informationen sind nicht nur für die Finanzpartner unerlässlich, sondern sie ermöglichen es den Führungskräften auch, fundierte strategische Entscheidungen auf der Grundlage einer genauen Finanzanalyse zu treffen.

Große Unternehmen können einer obligatorischen Prüfung ihrer Konten unterzogen werden, die von einem zugelassenen Prüfer durchgeführt wird. Ziel der Prüfung ist es, sicherzustellen, dass die Finanzberichte des Unternehmens ein getreues Bild seiner Lage widerspiegeln und frei von wesentlichen Fehlern sind. Dies trägt zur Stärkung der finanziellen Transparenz bei und gewährleistet das Vertrauen der Aktionäre, Investoren und Geschäftspartner. Die Einhaltung dieser Verpflichtungen ist entscheidend für Unternehmen, die ihre Glaubwürdigkeit auf dem Schweizer Markt bewahren und ausländische Investitionen anziehen möchten.

Das Audit ermöglicht es, neben der Überprüfung der Konformität der Konten, potenzielle finanzielle Risiken oder Buchhaltungsinkonsistenzen zu erkennen. Für börsennotierte Unternehmen ist es ein Zeichen von Seriosität, das die Wahrnehmung der Investoren positiv beeinflussen und den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten verbessern kann. Es handelt sich daher um eine entscheidende Investition für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeit sichern und international wachsen möchten.

Die Rolle von Hevea Invest im Rechnungswesen eines in der Schweiz ansässigen Unternehmens

Hevea Invest positioniert sich als Schlüsselpartner für Unternehmer und Unternehmen, die sich für die Firmendomizilierung in der Schweiz entscheiden. Mit seiner umfassenden Expertise in den lokalen Buchhaltungspflichten begleitet Hevea Invest Unternehmen in allen Phasen des Rechnungswesens, von der Führung der laufenden Buchhaltung bis zur Erstellung der Jahresabschlüsse.

Unternehmen können von einer personalisierten Betreuung profitieren, die auf ihre Größe abgestimmt ist, sei es für kleine Unternehmen, die Anspruch auf eine vereinfachte Buchführung haben, oder für große Gesellschaften, die höheren Anforderungen unterliegen, wie der Pflicht zur Prüfung und der Erstellung von konsolidierten Abschlüssen. Hevea Invest legt großen Wert auf die Einhaltung der schweizerischen Rechnungslegungsstandards, um so finanzielle Transparenz und vollständige Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zu gewährleisten.

Für Unternehmer bedeutet die Zusammenarbeit mit Hevea Invest, sich mit einem Experten zu umgeben, der in der Lage ist, die komplexesten Aspekte der Buchhaltungsführung zu bewältigen, während das Unternehmen sich auf seine geschäftliche Entwicklung konzentrieren kann. Dank eines tiefen Verständnisses der schweizerischen Normen und ihrer praktischen Anwendung hilft Hevea Invest dabei, die Beziehungen zu den Finanzpartnern zu sichern und eine solide Basis für nachhaltiges Wachstum in der Schweiz zu schaffen.

Buchhaltungsdokument für ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen, begleitet von Taschenrechnern und Finanzunterlagen.

Fazit des Artikels

Die Firmendomizilierung in der Schweiz geht mit wichtigen buchhalterischen Verantwortungen einher, die notwendig sind, um die Transparenz und Konformität des Unternehmens zu gewährleisten. Ob es sich um ein kleines Unternehmen handelt, das von buchhalterischen Erleichterungen profitiert, oder um ein großes Unternehmen, das strengeren Anforderungen unterliegt, die Einhaltung dieser gesetzlichen Verpflichtungen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Schweiz. Eine sorgfältige Buchhaltungsführung, die an die schweizerischen Anforderungen angepasst ist, trägt dazu bei, die Zuverlässigkeit und den Ruf des Unternehmens auf dem Markt zu stärken.

Die Jahresabschlüsse, die Führung einer ordnungsgemäßen Buchhaltung und die Einhaltung der schweizerischen Rechnungslegungsstandards sind Maßnahmen, die die Beziehungen zu den Finanzpartnern sichern und den Erwartungen der schweizerischen Steuerbehörden entsprechen. Durch eine strenge Buchhaltungsführung und die Wahl kompetenter Fachleute zur Unterstützung können Unternehmen nicht nur ihre gesetzliche Konformität sicherstellen, sondern auch ihre Position auf einem dynamischen und wettbewerbsfähigen schweizerischen Markt stärken. In eine gute Buchhaltungsführung zu investieren bedeutet, in die Nachhaltigkeit und das Wachstum des Unternehmens zu investieren und gleichzeitig ein Klima des Vertrauens mit den Finanzpartnern zu schaffen.

Fragen – Antworten

Welche buchhalterischen Verpflichtungen hat ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz?

Unternehmen mit Sitz in der Schweiz sind verpflichtet, mehrere Anforderungen zu erfüllen, um ihre Buchhaltungskonformität sicherzustellen. Zu den wichtigsten gehört die Führung einer ordnungsgemäßen Buchhaltung, die Erstellung von Jahresabschlüssen, die eine Bilanz, eine Erfolgsrechnung und einen erläuternden Anhang umfassen. Sie müssen auch die schweizerischen Rechnungslegungsstandards einhalten, wie sie im Obligationenrecht (OR) definiert sind. Für größere Unternehmen beinhalten diese Verpflichtungen oft externe Prüfungen, um die Zuverlässigkeit der Finanzberichte zu gewährleisten und das Vertrauen der Finanzpartner zu stärken.

Welche Buchhaltungsunterlagen muss ein Unternehmen jedes Jahr vorlegen?

Jedes Jahr müssen die in der Schweiz ansässigen Unternehmen eine Reihe von Buchhaltungsunterlagen vorlegen, um ihre finanzielle Lage am Ende des Geschäftsjahres darzustellen. Zu den wesentlichen Dokumenten gehören die Bilanz, die die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und das Eigenkapital des Unternehmens darstellt, die Gewinn- und Verlustrechnung, die die Einnahmen und Aufwendungen detailliert, sowie ein Anhang. Dieser Anhang liefert zusätzliche Informationen zu den verwendeten Buchhaltungsmethoden und ermöglicht ein besseres Verständnis bestimmter Elemente der Finanzberichte. Diese Dokumente sind unerlässlich, um den Anforderungen der finanziellen Transparenz gegenüber den Steuerbehörden und Geschäftspartnern gerecht zu werden.

Haben kleine Unternehmen in der Schweiz erleichterte Buchhaltungspflichten?

Ja, die kleinen Unternehmen in der Schweiz profitieren von bestimmten buchhalterischen Erleichterungen, wenn sie zwei der folgenden drei Schwellenwerte nicht überschreiten: ein jährlicher Umsatz von weniger als 500’000 CHF, eine Bilanzsumme von weniger als 250’000 CHF oder weniger als 10 Mitarbeiter. Diese Erleichterungen ermöglichen eine vereinfachte Buchführung, wodurch die Verwaltungslasten reduziert werden. Die kleinen Unternehmen müssen jedoch einen Jahresabschluss erstellen, um ihre Vermögenslage zu bewerten und eine minimale Transparenz zu gewährleisten. Dieses System ist besonders geeignet für Startups oder lokale Unternehmen, die ihre Ressourcen auf ihr Wachstum konzentrieren möchten.

Was ist die vereinfachte Buchführung?

Die vereinfachte Buchführung ist ein Buchhaltungssystem, das für kleine Unternehmen geeignet ist und ihnen ermöglicht, ihre Verpflichtungen leichter zu verwalten. Dieses System basiert auf der vereinfachten Erfassung von Einnahmen und Ausgaben, ohne die Notwendigkeit, konsolidierte Abschlüsse zu erstellen oder internationale Rechnungslegungsstandards wie die IFRS zu befolgen. Dies senkt die Kosten der Buchhaltungsführung und vereinfacht den Meldeprozess an die schweizerischen Steuerbehörden. Dennoch müssen Unternehmen mit vereinfachter Buchführung darauf achten, die Nachvollziehbarkeit ihrer Transaktionen zu gewährleisten und ihre Belege ordnungsgemäß zu archivieren, um konform zu bleiben.

Sollten große Unternehmen ihre Konten prüfen lassen?

Ja, die großen Unternehmen, die in der Schweiz ansässig sind, unterliegen oft einer obligatorischen Prüfung ihrer Jahresabschlüsse. Diese Prüfung wird von einem zugelassenen Prüfer durchgeführt und zielt darauf ab, zu überprüfen, ob die Finanzberichte des Unternehmens ein getreues Bild seiner finanziellen Lage vermitteln. Die Prüfung trägt zur Stärkung der finanziellen Transparenz bei und sichert das Vertrauen der Aktionäre, Investoren und Geschäftspartner. Sie ist besonders wichtig für Unternehmen, die Zugang zu externen Finanzierungen suchen oder an der Börse notiert sind, da sie eine gewisse Zuverlässigkeit in der finanziellen Verwaltung des Unternehmens gewährleistet.

Warum ist es wichtig, die schweizerischen Rechnungslegungsstandards einzuhalten?

Die Einhaltung der schweizerischen Rechnungslegungsstandards ist aus mehreren Gründen wesentlich. Erstens gewährleistet sie eine finanzielle Transparenz, die es Investoren und Partnern ermöglicht, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu verstehen. Zweitens erleichtert die Konformität mit den schweizerischen Standards den Zugang zu Bankfinanzierungen und Subventionen, da die Finanzberichte des Unternehmens als zuverlässiger und glaubwürdiger angesehen werden. Schließlich ist die Einhaltung dieser Standards unerlässlich, um rechtliche Sanktionen und Geldstrafen zu vermeiden, die von den schweizerischen Behörden bei Nichteinhaltung verhängt werden. Eine konforme Verwaltung stärkt zudem den Ruf des Unternehmens auf dem Markt.

Sind die IFRS-Standards für alle Unternehmen in der Schweiz verpflichtend?

Nein, die Übernahme der IFRS (International Financial Reporting Standards) ist nicht für alle in der Schweiz ansässigen Unternehmen verpflichtend. Diese Standards können jedoch von Unternehmen gewählt werden, die ihre finanzielle Transparenz verbessern und ihre Attraktivität für ausländische Investoren steigern möchten. Die IFRS werden häufig von börsennotierten Unternehmen oder Unternehmen mit internationalen Aktivitäten genutzt, da sie die Erstellung von Finanzberichten ermöglichen, die mit denen anderer Unternehmen auf dem Weltmarkt vergleichbar sind. Für kleine und mittlere Unternehmen kann die Anwendung der Swiss GAAP RPC eine geeignete Alternative sein, da sie besser an den Schweizer Kontext angepasst ist und dennoch eine gewisse Standardisierung bietet.

Welche Risiken bestehen, wenn man die Buchhaltungspflichten in der Schweiz nicht einhält?

Die Nichteinhaltung der buchhalterischen Verpflichtungen kann schwerwiegende Folgen für ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen haben. Die Sanktionen umfassen Geldstrafen und finanzielle Strafen, die die finanzielle Gesundheit des Unternehmens gefährden können. Darüber hinaus kann eine nicht konforme Buchführung zu einem Vertrauensverlust seitens der Finanzpartner führen, was den Zugang zu neuen Finanzierungen oder Bankkrediten erschweren kann. Schließlich kann ein Unternehmen, das seine buchhalterischen Verpflichtungen nicht erfüllt, einer gründlichen steuerlichen Prüfung unterzogen werden, was zusätzliche Kosten verursacht und seinen Ruf auf dem Schweizer und internationalen Markt beeinträchtigen kann.

Muss ein Unternehmen eine Buchhaltung in Schweizer Franken führen?

Ja, in der Schweiz muss die Buchhaltung der Unternehmen in Schweizer Franken (CHF) geführt werden, um die Konformität mit den schweizerischen Rechnungslegungsstandards sicherzustellen. Diese Anforderung gewährleistet, dass die Finanzberichte für die lokalen Steuerbehörden und Geschäftspartner klar und verständlich sind. Unternehmen, die Transaktionen in anderen Währungen durchführen, können diese in Fremdwährung erfassen, sofern sie anschließend für die Präsentation der Jahresabschlüsse in CHF umgerechnet werden. Dies stellt sicher, dass die bereitgestellten Informationen einheitlich sind und den Standards der schweizerischen Gesetzgebung entsprechen.

Wer kann einem Unternehmen in der Schweiz bei der Erfüllung seiner buchhalterischen Verpflichtungen helfen?

Die Verwaltung der buchhalterischen Verpflichtungen in der Schweiz kann komplex sein, insbesondere für große Unternehmen oder solche, die international expandieren möchten. Wirtschaftsprüfer und Treuhänder sind am besten geeignet, um Unternehmen bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Sie bieten Expertise in den schweizerischen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie in Konsolidierungsprozessen und Steuerverwaltung. Ihre Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass das Unternehmen alle gesetzlichen Verpflichtungen einhält und Ratschläge zu Best Practices gibt, um die buchhalterische Verwaltung zu optimieren. Die Inanspruchnahme dieser Fachleute ermöglicht es Unternehmen, sich auf ihre geschäftliche Entwicklung zu konzentrieren und gleichzeitig eine strikte Einhaltung der schweizerischen Anforderungen sicherzustellen.