Die Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz

Der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft (AG) in der Schweiz spielt eine zentrale Rolle im Leben eines Unternehmens. Er ist es, der im Zentrum der Entscheidungsfindung steht und nicht nur das gute Management, sondern auch die Nachhaltigkeit des Unternehmens gewährleistet. Stellen Sie sich vor: Ohne einen kompetenten Verwaltungsrat könnten strategische Entscheidungen falsch ausgerichtet werden, was die Zukunft des gesamten Unternehmens gefährden könnte. Die Verwaltungsräte müssen nicht nur die großen Leitlinien festlegen, sondern auch die Anforderungen des Schweizerischen Obligationenrechts genau einhalten, das ihre Verantwortung mit strengen Regeln umrahmt.

Aber ihre Mission endet nicht dort. Sie sind auch die Hüter der Interessen der Aktionäre, der Mitarbeiter und aller Stakeholder. Diese Vertrauensposition erfordert nicht nur Strenge, sondern auch eine tadellose Transparenz und Ethik. In diesem Artikel werden wir die konkreten Verantwortlichkeiten eines Verwaltungsrats in der Schweiz aufschlüsseln und die rechtlichen Konsequenzen analysieren, denen er im Falle einer Pflichtverletzung ausgesetzt sein kann. Ob Sie ein Verwaltungsrat, Aktionär oder einfach nur neugierig sind, die Mechanismen der Unternehmenswelt zu verstehen, diese Erkundung wird Ihnen die Bedeutung einer guten Unternehmensführung verdeutlichen.

Die Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz

Die gesetzlichen Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats in der Schweiz

In der Schweiz sind die Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats einer Aktiengesellschaft (AG) streng durch das Schweizerische Obligationenrecht (OR) definiert. Dieser rechtliche Rahmen zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Unternehmen transparent und effizient geführt werden. Der Verwaltungsrat ist das oberste Führungsorgan eines Unternehmens, was ihm eine entscheidende Verantwortung bei der Steuerung der Strategie, der Entscheidungsfindung und der Überwachung der laufenden Aktivitäten verleiht. Jedes Mitglied des Rates muss im Einklang mit den Grundsätzen der Sorgfalt, Loyalität und Transparenz handeln. Dies bedeutet, dass das Interesse des Unternehmens stets vor persönlichen oder externen Interessen stehen muss.

Der Code des obligations beschränkt sich nicht darauf, diese Verantwortlichkeiten theoretisch zu definieren; er regelt auch die Konsequenzen im Falle eines Verstoßes, sei es durch schlechte Verwaltung, Fahrlässigkeit oder Machtmissbrauch. Für jede Person, die ein Amt im Verwaltungsrat innehat, ist es entscheidend, diese Pflichten zu verstehen und wahrzunehmen, um potenzielle zivil- und strafrechtliche Sanktionen zu vermeiden.

Die Pflicht zur Sorgfalt und Loyalität

Die Sorgfaltspflicht verpflichtet die Verwaltungsmitglieder, das Unternehmen mit Sorgfalt, Kompetenz und Professionalität zu führen. Das bedeutet, dass sie fundierte Entscheidungen auf der Grundlage vollständiger und zuverlässiger Informationen treffen müssen. Konkret zeigt sich diese Sorgfaltspflicht in einer ständigen Wachsamkeit bei der laufenden Verwaltung, der sorgfältigen Prüfung der Finanzberichte und der regelmäßigen Überprüfung der Unternehmensleistung. Die Verwaltungsmitglieder müssen potenzielle Risiken antizipieren und präventive Maßnahmen ergreifen, um die Integrität des Unternehmens zu schützen.

Die Treuepflicht verlangt, dass jedes Mitglied des Verwaltungsrats ausschließlich im Interesse des Unternehmens handelt. Dies bedeutet, dass persönliche Interessen oder die von Dritten nicht zum Nachteil des Unternehmens bevorzugt werden dürfen. Die Verwaltungsratsmitglieder müssen daher jeden Interessenkonflikt vermeiden, der ihre Objektivität beeinträchtigen könnte. Diese Pflicht ist entscheidend, um das Vertrauen der Aktionäre zu bewahren und eine faire Verwaltung zu gewährleisten.

Die Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz

Die Verantwortung bei Missmanagement

Wenn die Administratoren ihren Sorgfalts- und Treuepflichten nicht nachkommen, setzen sie sich Sanktionen aus. Im Falle von Missmanagement können die Mitglieder des Verwaltungsrats persönlich für finanzielle Verluste oder Schäden, die dem Unternehmen entstehen, haftbar gemacht werden. Die zivilrechtliche Haftung kann geltend gemacht werden, wenn eine Handlung oder Unterlassung ihrerseits dem Unternehmen oder seinen Aktionären Schaden zufügt.

Der Obligationenrecht sieht Sanktionen vor, die je nach Schwere des Fehlers variieren. Die Verwaltungsratsmitglieder können verpflichtet werden, der Gesellschaft entstandene Schäden zu ersetzen, was die Rückerstattung unrechtmäßig erhaltener Beträge einschließen kann. In den schwerwiegendsten Fällen, insbesondere bei Betrug oder Veruntreuung, können auch strafrechtliche Sanktionen verhängt werden, die bis zu Geldstrafen oder Freiheitsstrafen reichen können.

Die strategische und operative Verwaltung

Neben ihren gesetzlichen Verantwortlichkeiten spielen die Verwaltungsräte einer AG in der Schweiz eine Schlüsselrolle in der strategischen Führung des Unternehmens. Sie sind verantwortlich für die Festlegung der langfristigen Ziele und die Planung der notwendigen Ressourcen, um diese zu erreichen. Mit anderen Worten, der Verwaltungsrat überwacht nicht nur den täglichen Betrieb, sondern lenkt auch die Zukunft des Unternehmens, indem er strategische Prioritäten setzt, die sein Wachstum und seine Nachhaltigkeit sichern.

Strategische Ziele definieren

Eine der Hauptaufgaben des Verwaltungsrats besteht darin, die strategischen Ziele des Unternehmens festzulegen und zu definieren. Diese Ziele müssen realistisch, spezifisch und messbar sein. Sie sollten auch die internen Kapazitäten des Unternehmens, die wirtschaftlichen Bedingungen und die Marktentwicklungen berücksichtigen. Ein guter Verwaltungsrat überprüft regelmäßig seine Strategien, um sicherzustellen, dass sie weiterhin der Realität des Unternehmens entsprechen.

Die Definition der strategischen Ziele ist kein isolierter Akt. Sie erfordert eine kollektive Überlegung innerhalb des Vorstands, eine Analyse der Branchentrends und die Berücksichtigung der Erwartungen der Aktionäre. Eine schlecht definierte Strategie kann kostspielige Misserfolge nach sich ziehen, während eine gute Strategie eine solide langfristige Leistung gewährleistet.

Die Aktivitäten des Unternehmens überwachen

Zusätzlich zur Festlegung der Strategien muss der Verwaltungsrat sicherstellen, dass diese auch ordnungsgemäß umgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Direktoren die Verantwortung für die Überwachung der operativen Tätigkeiten des Unternehmens tragen. Diese Überwachung umfasst die Überprüfung der finanziellen Leistungen, die Bewertung des Risikomanagements sowie die Nachverfolgung der Umsetzung der bei den Vorstandssitzungen getroffenen Entscheidungen.

Die Administratoren müssen auch sicherstellen, dass die Rollen innerhalb des Unternehmens klar definiert sind und die Leitung gut organisiert ist. Eine schlechte Aufgabenverteilung oder mangelnde Kontrolle über die Abläufe kann dem Unternehmen ernsthaft schaden. Eine strenge Überwachung der Leistungen ermöglicht es, Strategien bei Bedarf schnell anzupassen und so Verluste oder Ineffizienzen zu vermeiden, die den Interessen der Aktionäre und der Stakeholder schaden könnten.

Die gesetzliche Vertretung der Gesellschaft

Eine der entscheidenden Aufgaben des Verwaltungsrats einer Aktiengesellschaft (AG) in der Schweiz besteht darin, das Unternehmen in seinen Beziehungen zu Dritten zu vertreten. Diese durch das Schweizer Obligationenrecht verliehene gesetzliche Vertretungsmacht ist weitreichend, da sie dem Verwaltungsrat ermöglicht, im Namen der Gesellschaft in einer Vielzahl von Situationen zu handeln: bei der Unterzeichnung von Verträgen, der Teilnahme an Verhandlungen und der Verteidigung der Unternehmensinteressen im Falle von Rechtsstreitigkeiten. Diese im Namen der Gesellschaft vorgenommenen Handlungen binden diese rechtlich, was der Art und Weise, wie die Verwaltungsräte diese Macht nutzen, große Bedeutung verleiht.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass der Verwaltungsrat im Einklang mit den Unternehmensstatuten und den geltenden Gesetzen handelt. In der Schweiz verpflichtet jeder Verwaltungsrat oder Bevollmächtigte, der Dokumente unterzeichnet oder Entscheidungen trifft, direkt das Unternehmen. Diese Verantwortung erfordert besondere Wachsamkeit, um sicherzustellen, dass die getroffenen Entscheidungen stets im Einklang mit den Interessen des Unternehmens stehen.

Die Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz

Die soziale Signatur und die Vertretungsmacht

Die Macht der sozialen Unterschrift, die den Mitgliedern des Verwaltungsrats verliehen wird, ermöglicht es ihnen, das Unternehmen rechtlich zu verpflichten. Diese Macht wird oft an bestimmte Schlüsselpersonen innerhalb des Unternehmens delegiert, wie den Vorsitzenden des Verwaltungsrats oder geschäftsführende Direktoren. Jedoch muss jeder Unterschriftsakt mit den Satzungen des Unternehmens und den geltenden Gesetzen übereinstimmen.

Es ist ebenso wichtig, dass die Administratoren die Grenzen der ihnen zugewiesenen Macht respektieren. Eine Handlung außerhalb dieser Grenzen könnte von den Interessengruppen, insbesondere von den Aktionären, angefochten werden. Dies unterstreicht die Bedeutung absoluter Klarheit über die Delegationsverfahren und den Umfang der Zeichnungsbefugnis der verschiedenen Akteure des Unternehmens.

Eine strenge Verwaltung der gesetzlichen Vertretung ermöglicht es, Streitigkeiten und rechtliche Risiken zu vermeiden und gleichzeitig den reibungslosen Ablauf der Geschäftstätigkeiten des Unternehmens sicherzustellen. Sollte diese Befugnis schlecht ausgeübt werden, könnten das Unternehmen sowie seine Geschäftsführer ernsthaften rechtlichen Konsequenzen ausgesetzt sein.

Der Schutz von Aktionären und Interessengruppen

Der Schutz der Aktionäre und anderer Interessengruppen steht im Mittelpunkt der Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats. In der Schweiz legt das Obligationenrecht besonderen Wert auf die Notwendigkeit einer transparenten Unternehmensführung, um sicherzustellen, dass die Interessen aller am Unternehmen beteiligten Parteien gut geschützt sind. Es liegt in der Verantwortung des Verwaltungsrats, dafür zu sorgen, dass die Aktionäre, ob Mehrheits- oder Minderheitsaktionäre, einen fairen Zugang zu den finanziellen und strategischen Informationen des Unternehmens haben. Dies erfolgt insbesondere durch regelmäßige Berichterstattung und offene Kommunikation über die Leistungen und die Lage des Unternehmens.

Finanzielle Transparenz

Eines der Hauptmittel, durch die der Verwaltungsrat diesen Schutz gewährleisten kann, ist die Sicherstellung einer einwandfreien finanziellen Transparenz. Die Direktoren müssen darauf achten, dass die Finanzberichte des Unternehmens klar, genau und den geltenden Rechnungslegungsstandards entsprechend sind. Dazu gehört die Prüfung der Konten, die unabhängig von qualifizierten Prüfern durchgeführt werden muss.

Diese Transparenz ist nicht nur eine Pflicht gegenüber den Aktionären, sondern auch eine gesetzliche Anforderung in der Schweiz. Der Obligationenrecht legt strenge Regeln für die Buchführung und Berichterstattung fest. Bei Verstößen gegen diese Regeln können die Verwaltungsräte die Haftung der Gesellschaft begründen, und es können rechtliche Schritte von Aktionären oder anderen Interessengruppen eingeleitet werden.

Eine regelmäßige und klare Kommunikation über die Finanzen des Unternehmens sorgt nicht nur für ein Vertrauensklima, sondern minimiert auch das Risiko interner Streitigkeiten. Ein Mangel an Transparenz hingegen kann dem Ruf des Unternehmens erheblich schaden und schwere Sanktionen für die Geschäftsführer nach sich ziehen.

Die Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Verantwortlichkeiten

Das Nichterfüllen der Pflichten als Mitglied des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz kann schwerwiegende Folgen haben. Das Obligationenrecht ist eindeutig: Jeder Verstoß gegen die gesetzlichen Verantwortlichkeiten eines Verwaltungsratsmitglieds kann zu zivilrechtlichen oder strafrechtlichen Sanktionen führen. Diese Sanktionen variieren je nach Schwere der begangenen Verstöße, können jedoch von einfachen Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen im Falle von Betrug oder Veruntreuung reichen.

Zivil- und strafrechtliche Sanktionen

Die zivilrechtlichen Sanktionen umfassen die Wiedergutmachung von Schäden, die der Gesellschaft oder den Aktionären aufgrund mangelhafter Geschäftsführung zugefügt wurden. Wenn beispielsweise ein Verwalter Entscheidungen trifft, die zu erheblichen finanziellen Verlusten für die Gesellschaft führen, kann er verpflichtet werden, diese Verluste auszugleichen, indem er die betroffene Gesellschaft oder die Aktionäre entschädigt.

In den schwerwiegendsten Fällen können die Administratoren auch strafrechtlichen Sanktionen unterworfen werden. Dies kann erhebliche Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen bei Betrug, Veruntreuung oder anderen illegalen Handlungen umfassen, die dem Unternehmen oder seinen Aktionären geschadet haben.

Der Code des obligations suisse ist in diesem Punkt sehr klar: Die Verantwortung der Verwaltungsratsmitglieder ist persönlich, und sie müssen stets im Einklang mit ihren Sorgfalts- und Treuepflichten handeln. Bei Verstößen können die Sanktionen nicht nur finanzielle Folgen haben, sondern auch die persönliche und berufliche Reputation der beteiligten Verwaltungsratsmitglieder beeinträchtigen.

Die Expertise von Hevea Invest in der Begleitung von Verwaltungsräten in der Schweiz

In einem sich ständig wandelnden wirtschaftlichen Umfeld ist es für Unternehmen, insbesondere für die Sociétés Anonymes (SA) in der Schweiz, entscheidend, von einer spezialisierten Begleitung zu profitieren. Hier kommt Hevea Invest ins Spiel, ein Unternehmen, das sich der Unterstützung von Verwaltungsräten widmet, insbesondere bei der Bewältigung ihrer rechtlichen und strategischen Verantwortlichkeiten.

Eine Unterstützung, die den Schweizer Anforderungen entspricht.

Der Schweizer Obligationenrecht legt strenge und spezifische Regeln für Verwaltungsräte fest. Diese Verpflichtungen zu verstehen und im Unternehmensalltag anzuwenden, kann für viele Unternehmen eine echte Herausforderung darstellen. Dank ihrer Expertise hilft Hevea Invest Unternehmen, sich in diesem komplexen Umfeld zurechtzufinden. Indem sichergestellt wird, dass die Verwaltungsräte ihre Sorgfaltspflichten und Loyalitätspflichten vollständig einhalten, ermöglicht Maitea ihren Kunden, den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig ihre Governance zu stärken.

Maßgeschneiderte Lösungen für ein effektives strategisches Management

Abgesehen vom rechtlichen Aspekt bietet Hevea Invest Unterstützung bei der strategischen Unternehmensführung. Sei es bei der Festlegung langfristiger Ziele, der Implementierung von Überwachungsinstrumenten oder der Optimierung der rechtlichen Vertretung des Unternehmens, Hevea Invest liefert maßgeschneiderte und angepasste Lösungen für jeden Verwaltungsrat. Das Unternehmen sorgt dafür, dass strategische Entscheidungen nicht nur mit den Marktgegebenheiten übereinstimmen, sondern auch mit den internen Kapazitäten der Gesellschaft im Einklang stehen.

Ein Partner zur Gewährleistung von Transparenz und Schutz der Aktionäre

Die Transparenz und der Schutz der Aktionäre sind Prioritäten für jeden effektiven Verwaltungsrat. Dank ihrer Expertise in der Wirtschaftsprüfung und Unternehmensführung stellt Hevea Invest sicher, dass die Finanzinformationen nicht nur transparent, sondern auch verständlich für alle Interessengruppen präsentiert werden. Durch die Zusammenarbeit mit Hevea Invest können die Verwaltungsmitglieder eine einwandfreie finanzielle Transparenz gewährleisten, was ein Vertrauensklima zwischen dem Unternehmen und seinen Aktionären fördert.

Die Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz

Fazit

Die Rolle des Verwaltungsrats einer AG in der Schweiz ist von entscheidender Bedeutung und erfordert große Sorgfalt. Die Verwaltungsräte haben die anspruchsvolle Aufgabe, das Unternehmen zu führen und zu vertreten, während sie die vom Schweizer Obligationenrecht auferlegten gesetzlichen Verpflichtungen einhalten. Ihre Aufgabe beschränkt sich nicht nur auf die Verwaltung der laufenden Geschäfte, sondern umfasst auch den Schutz der Aktionäre, die Gewährleistung der finanziellen Transparenz und die Wahrung der Interessen aller Stakeholder.

Das Ignorieren oder Vernachlässigen dieser Verantwortlichkeiten kann die Administratoren sowohl zivil- als auch strafrechtlich schweren Sanktionen aussetzen. Es ist daher unerlässlich, dass sie diese Verantwortlichkeiten vollständig verstehen und beherrschen, um die Beständigkeit des Unternehmens zu gewährleisten und das Vertrauen der Aktionäre und anderer Interessengruppen aufrechtzuerhalten. Ein starkes, ethisches und engagiertes Board of Directors ist ein unschätzbarer Vorteil für jedes Unternehmen, das in einem wettbewerbsintensiven und streng regulierten Geschäftsumfeld gedeihen möchte.

Fragen – Antworten

Was sind die Hauptaufgaben eines Verwaltungsrats in der Schweiz?

Der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft (AG) in der Schweiz hat mehrere wesentliche Verantwortlichkeiten. Er muss insbesondere eine Sorgfaltspflicht und eine Loyalitätspflicht einhalten. Das bedeutet, dass die Verwaltungsratsmitglieder die Gesellschaft umsichtig, kompetent und im ausschließlichen Interesse des Unternehmens führen müssen. Sie sind auch für die strategische Führung der Gesellschaft verantwortlich, was die Festlegung langfristiger Ziele und die Überwachung ihrer Umsetzung umfasst. Schließlich ist der Schutz der Aktionäre und anderer Interessengruppen eine weitere Schlüsselaufgabe: Dies erfordert ein transparentes und faires Handeln.

Welche Sanktionen sind für einen Administrator bei schlechter Verwaltung möglich?

Im Falle von schlechter Verwaltung kann ein Administrator verschiedenen zivil- und strafrechtlichen Sanktionen unterworfen werden. Diese können Geldstrafen, die Rückerstattung illegal erzielter Gewinne oder sogar Gefängnisstrafen bei Betrug oder Unterschlagung umfassen. Das Schweizerische Obligationenrecht sieht auch die Möglichkeit zivilrechtlicher Klagen vor, bei denen die Administratoren persönlich für die finanziellen Verluste des Unternehmens haftbar gemacht werden können.

Wie kann der Verwaltungsrat das Unternehmen gegenüber Dritten verpflichten?

Der Verwaltungsrat hat die Befugnis, das Unternehmen gegenüber Dritten zu vertreten. Dies bedeutet, dass die Verwaltungsmitglieder oder ordnungsgemäß bevollmächtigte Personen Verträge unterzeichnen und Entscheidungen treffen können, die das Unternehmen rechtlich binden. Diese Befugnis zur gesetzlichen Vertretung muss in Übereinstimmung mit den Satzungen des Unternehmens und den Bestimmungen des Obligationenrechts ausgeübt werden.

Was sind die strategischen Ziele des Verwaltungsrats?

Der Verwaltungsrat ist dafür verantwortlich, die strategischen Ziele des Unternehmens festzulegen und sicherzustellen, dass diese realistisch und messbar sind. Diese Ziele müssen an die Fähigkeit des Unternehmens angepasst sein, sie zu erreichen, und dabei die Marktentwicklungen und wirtschaftlichen Realitäten berücksichtigen. Der Rat muss diese Ziele auch regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin mit der Situation des Unternehmens übereinstimmen.

Wie schützt ein Verwaltungsrat die Aktionäre?

Der Verwaltungsrat hat die Aufgabe, den Schutz der Aktionäre zu gewährleisten, indem er eine transparente und sorgfältige Verwaltung sicherstellt. Er muss sicherstellen, dass die finanzielle Transparenz gewahrt bleibt, indem klare und präzise Informationen über die Finanzergebnisse des Unternehmens bereitgestellt werden. Darüber hinaus muss der Rat eine regelmäßige Kommunikation mit den Aktionären aufrechterhalten, damit diese die Leistung des Unternehmens verfolgen und ihre Interessen schützen können.

Was sind die gesetzlichen Pflichten der Verwaltungsräte einer AG in der Schweiz?

Die Verwaltungsräte einer AG in der Schweiz müssen den Bestimmungen des Schweizer Obligationenrechts entsprechen. Sie sind verpflichtet, mit Sorgfalt und Loyalität im Interesse des Unternehmens zu handeln und Interessenkonflikte zu vermeiden. Sie müssen auch auf die gute Führung der Gesellschaft achten und die Rechte und Interessen der Aktionäre schützen. Bei Verletzung dieser Pflichten kann ihre zivil- und strafrechtliche Haftung geltend gemacht werden.

Kann man einen Administrator persönlich für Missmanagement haftbar machen?

Ja, ein Administrator kann persönlich haftbar gemacht werden im Falle von schlechtem Management. Wenn Verluste für das Unternehmen oder die Aktionäre aufgrund von Fahrlässigkeit, Betrug oder mangelhaftem Management entstehen, können die Administratoren rechtlich verfolgt und zur Wiedergutmachung der erlittenen finanziellen Schäden verurteilt werden.

Wie lange dauert die Amtszeit der Verwaltungsräte in der Schweiz?

Die Dauer des Mandats der Verwaltungsräte wird in der Regel durch die Statuten des Unternehmens festgelegt. In der Schweiz werden die Verwaltungsräte für ein Mandat gewählt, dessen Dauer variieren kann, aber dieses Mandat kann bei den Generalversammlungen der Aktionäre erneuert werden, die über die Fortsetzung oder Nichtfortsetzung der amtierenden Mitglieder entscheiden.

Welche Rolle spielt der Verwaltungsrat im operativen Management des Unternehmens?

Der Verwaltungsrat muss die Überwachung der operativen Aktivitäten des Unternehmens sicherstellen. Dazu gehört die Überwachung der finanziellen Leistung, das Risikomanagement und die Rollenverteilung innerhalb des Führungsteams. Die Direktoren müssen auch sicherstellen, dass das Unternehmen die festgelegten strategischen Ziele einhält und im täglichen Betrieb effizient funktioniert.

Welche Transparenzpflichten hat der Verwaltungsrat?

Der Verwaltungsrat ist verpflichtet, eine vollständige Transparenz in der Unternehmensführung sicherzustellen. Dazu gehört die Erstellung klarer und präziser Finanzberichte sowie die regelmäßige Kommunikation mit den Aktionären und anderen Interessengruppen. Diese Berichte ermöglichen es, die finanzielle Gesundheit des Unternehmens zu verfolgen und sicherzustellen, dass die Verwaltungsmitglieder ihre Pflichten gegenüber allen beteiligten Parteien erfüllen.